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OPERATION
NACH LONGO
| Ablauf der OP nach Longo |
Patienteninformation |
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Operationsschritt
1
Ein Gleitmittel
und die vorsichtige digitale Dehnung
des Analkanals erleichtert das Einführen
des Circular Analdilators (CAD 33),
mit dem der Anal- und Hämorrhoidalprolaps
nahezu vollständig reponiert
wird. Nach Entfernen des Obturators
fällt das prolabierende Gewebe
der Hämorrhoiden in das Lumen
des Analspeculum. Der transparente
Kunststoff des Instrumentes erlaubt
die Erkennung der Linea dentata
in reponiertem Zustand. Die Fenster
in dem äußeren Trichter
des Speculum erlauben die Fixation
mit zwei Backhaus-Klemmen oder Nähten.
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Operationschritt 2
Durch das
Einführen des Tabaksbeutelnaht-Anoskops
(PSA 33) in den Circular-Anal-Dilator
werden etwa 2/3 des Prolapses verdrängt,
um die Tabaksbeutelnaht oberhalb
des Randes des transparenten Analtubus
im Blickfeld des verbleibenden Prolapsanteils
legen zu können. Dabei sollte
die Tabaksbeutelnaht (Prolene 0)
nur Mukosa an der Basis der Hämorrhoiden
- etwa in Höhe des anorektalen
Übergangs - mit dem zuführenden
Arterienast der Art. rectalis superior
greifen, jedoch nicht die Muscularis
propria! Die
Naht muß nicht komplett
submukös geführt werden,
es genügt meistens - auch
bei asymmetrischem Prolaps - die
Hauptsegmente der Hämorrhoidenbasen
und größere Satelliten
zu fassen.
Die Tabaksbeutelnaht sollte jeweils
so hoch gelegt werden, daß
bei Hereinziehen des Gewebes in
das Staplergehäuse vom Außenrand
des Staplers noch 1-2 cm Epithel
oberhalb der Linea dentata verbleiben.
Durch schrittweises Drehen des
Tabakbeutelnaht-Anoskops im transpareten
Analtubus kann die Tabaksbeutelnaht
zirkulär gelegt werden.
Das fakultative
Legen einer 2. Tabaksbeutelnaht
verbessert den Effekt in bestimmten
Fällen, reduziert besser
das hyperplastische Hämorrhoidalgewebe
und optimiert die Retraktion des
Prolapses. |
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Operationsschritt
3
Nach Entfernen
des Tabaksbeutelnaht-Anoskops wird
der Stapler (HCS33) vollständig
aufgedreht, die Andruckplatte durch
den in situ belassenen Analtubus
bis oberhalb der Tabaksbeutelnaht
eingeführt und diese über
dem Zentraldorn nicht zu fest geknotet,
damit die Tabaksbeutelnaht mit dem
Gewebe auf dem Zentraldorn unter
Zug nach unten gleiten kann. Die
Fadenenden werden dann mit dem Fadenfüher
(ST100) durch die seitlichen Kanäle
des Staplers nach unten gezogen.
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Operationsschritt
4
Die Fadenenden
werden außen nochmals geknotet
oder mit einer Klemme gehalten.
Während des Zudrehens des Staplers
wird dieser mit sanftem Druck in
den Analkanal vorgeschoben und durch
Zug an den Fadenenden das Gewebe
in das Staplergehäuse hineingezogen.
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Operationsschritt 5
Unter weiterem
Schließen des Staplers auf
die engste Klammerstellung und gleichzeitigem
Zug an den Fadenenden wird der Stapler
ausgelöst, damit der im Staplergehäuse
befindliche Gewebsring herausgeschnitten
und die Mucosa durch die Klammernahtreihen
wieder anastomosiert. Nach
Auslösen des Staplers sollte
beim Entfernen auf ein Einklemmen
von Schleimhaut zwischen Staplerkopf
und Analtubus geachtet werden,
evtl. müssen Stapler und
Analtubus zunächst miteinander
entfernt werden.
Durch nochmaliges
Einführen des Analtubus kann
die Klammernahtreihe inspiziert,
eine notwendige Umstechung bei
persistierender Blutung sofort
gelegt werden, wobei der Einsatz
des Tabaksbeutelnaht-Anoskops,
eines Parks-Retraktors oder eines
Vaginalspeculums hilfreich ist. |
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Operatives Ergebnis
Die beschriebene
Operationstechnik mit dem PPH Operations-Set
(PPH01) gewährleistet eine
korrekte Platzierung der Tabaksbeutelnaht
und damit die Lage der Klammernahtreihe
oberhalb der Linea dentata im insensiblen
Bereich. Der transparente Analtubus
schützt den Sphinkterapparat
und das Anoderm bei gleichzeitiger
Reposition des Prolapses. Das Tabaksbeutelnaht-Anoskop
gewährleistet das übersichtliche
Legen der Tabaksbeutelnaht. Das
vergrößerte Staplergehäuse
des HCS33 mit größerem
Fassungsvermögen ermöglicht
gegenüber dem herkömmlichen
Circular Stapler (SDH33) die situationsgerechte
Entfernung größerer Hämorrhoidalprolapse
bei gleichzeitiger Wiederherstellung
des sensorischen Analkanals durch
Reposition des Anoderms.
Anmerkung:
Am Ende der Stapler-Hämorrhoidektomoie
steht die vollständige Doppel-Klammernahtreihe,
die möglichst einen Abstand
von 1-2 cm von der Linea dentata
haben sollte, um postoperativ
wenig Schmerzen zu verursachen.
Das Mitfassen von Muscularis beim
Legen der Tabaksbeutelnaht sollte
vermieden werden, um die Elastizität
des musculären Analkanals
nicht einzuschränken.
H. Müller-Lobeck, Leitender
Arzt
Abteilung Chirurgie/Koloproktologie
Stiftung Deutsche Klinik für
Diagnostik GmbH
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